EKD Editorial

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Sonntag, 30. Juli, 09:30 Uhr
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Dienstag, 01. August, 15:00 Uhr
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Die Taufe

Mit der Taufe wird ein Mensch in die Gemeinde Jesu Christi aufgenommen und gehört als sichtbare Zeichen der Kirchengemeinde seines Wohnsitzes an. Dem Täufling wird bei der Tauffeier Gottes Schutz und Segen zugesprochen. Diese Zusage gilt für das ganze Leben. Deshalb bleibt die Taufe auch bei einem Wechsel der Konfession oder dem Austritt aus der Kirche gültig. Und folglich wird bei einem Wiedereintritt in die Evangelisch-Lutherische Kirche nicht noch einmal getauft.



Urelement Wasser


Das wichtigste Element der Tauffeier ist das Wasser. Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Dazu spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Wasser ist das Urelement des Lebens. Nur mit Wasser kann Leben entstehen. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden. Der Täufling erfährt symbolisch im Wasserritus, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie er durch den Tod hindurch zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling und er „taucht auf“ als Mensch des neuen Lebens.



Symbol Licht


Das Licht ist das zweite wichtige Symbol der christlichen Taufe. Es erinnert an das Jesuswort: „Ich bin das Licht der Welt“ ( Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12). Für Getaufte kann im Gottesdienst und später an den Erinnerungstagen eine persönliche Kerze entzündet werden. Diese Taufkerze können Patin oder Pate gestalten. Sie ist dann ein schönes Geschenk, das noch lange nachwirkt. Alter christlicher Brauch ist es, dem Neugetauften ein weißes Gewand als Symbol des ewigen Lebens überzuziehen. In der evangelischen Kirche werden Kinder zur Taufe aus diesem Grund oft weiß gekleidet.


Der Glaube


Zur Taufe zugelassen sind alle, die bereit sind, den Glauben an Jesus Christus zu bekennen. In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist die Kleinkindertaufe die Regel. Da die Kinder den Glauben noch nicht selbst bekennen können, sprechen Eltern, Paten und die gesamte Taufgesellschaft stellvertretend das Glaubensbekenntnis. Um getauft zu werden, brauchen Jugendliche und Erwachsene keine Paten. Sie sprechen das christliche Glaubensbekenntnis selbst.


Christ sein


Die Taufe ist ein Sakrament, das von fast allen christlichen Kirchen anerkannt und praktiziert wird. Alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Getauften gehören zur weltweiten Christenheit. Evangelisch Getaufte sind eingeladen, am Leben ihrer Kirchengemeinde teilzunehmen und es mitzugestalten.

 

Vorbereitung der Taufe

Wenn Sie Ihr Kind oder sich selbst taufen lassen wollen, wenden Sie sich bitte an unser Pfarramt. Die für Sie zuständige Pfarrerin oder der für Sie zuständige Pfarrer werden einen Termin mit Ihnen vereinbaren, um das Fest in Ruhe besprechen zu können.

Bitte halten Sie zu diesem Gespräch die Geburtsurkunde des Täuflings bereit. Die Standesämter stellen bei Geburten in der Regel eine Bescheinigung „für religiöse Zwecke“ aus. Bei erwachsenen Taufinteressenten ist das Familienstammbuch ausreichend.

Bei einer Kindertaufe ist es wertvoll, wenn neben den Eltern auch die Patinnen und Paten bei dem Vorgespräch dabei sind. Sie haben eine wichtige Funktion im Taufgottesdienst.

Bei diesem Treffen wird unter anderem besprochen, wie die Tauffeier ablaufen soll. Bei vielen Elementen (den Liedern, der Musik, den Fürbitten, der Taufkerze) können Sie die Feier mitgestalten. Gerne kann Ihnen Ihre Pfarrerin, Ihr Pfarrer Vorschläge machen.

Wichtig ist die Auswahl eines Taufspruches. Dieser biblische Vers soll den Getauften oder die Getaufte ein Leben lang begleiten. Wählen Sie ihn bitte mit Sorgfalt aus (eine gute Auswahl finden Sie im Internet unter www.taufspruch.de) oder lassen Sie sich von uns beraten.

 

 Lesen Sie auf der nächsten Seite die häufigsten Fragen zur Taufe und unsere Antworten ...